Kurz beantwortet
ChatGPT Ads sind gekennzeichnete Anzeigen, die unterhalb einer ChatGPT-Antwort erscheinen. Ausgespielt werden sie nicht nach Keywords, sondern nach dem Kontext der Unterhaltung. Sie erscheinen ausschließlich bei Nutzern der Gratis-Version und des Go-Tarifs. In Österreich laufen sie seit 24. August 2026, und seit 1. September 2026 kann jedes Unternehmen sie selbst über ads.openai.com buchen, ab 15 Euro Tagesbudget.
Wie es dazu kam
Der Weg vom geschlossenen Test zum offenen Werbekanal hat sieben Monate gedauert.
Wie eine Anzeige zustande kommt
Der Ablauf unterscheidet sich grundlegend von der Suchmaschine:
Vergeben werden die Plätze in einer gewichteten Zweitpreis-Auktion. Neben dem Gebot zählt, wie gut die Anzeige zur Situation passt. Eine bessere Anzeige kann deshalb gegen ein höheres Gebot gewinnen.
Wer die Anzeigen sieht
Nur Nutzerinnen und Nutzer der Gratis-Version und des Go-Tarifs. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei, Konten unter 18 Jahren ebenfalls. Das ist beim Planen wichtig: Sie erreichen nicht die gesamte ChatGPT-Nutzerschaft, sondern deren unbezahlten Teil.
Was ChatGPT Ads kosten
Eine offizielle Preisliste gibt es nicht. OpenAI nennt für die Beta ausdrücklich auch keine Branchen-Benchmarks, es existieren also noch keine belastbaren Vergleichswerte.
Was in Europa anders ist
Der europäische Rahmen ist enger als der amerikanische:
Für wen sich der Kanal heute rechnet
Gut geeignet sind Angebote, über die Menschen vor der Entscheidung sprechen: erklärungsbedürftige Leistungen, Beratung, B2B-Dienstleistungen, Handwerk mit Planungsanteil, Software, Weiterbildung.
Weniger geeignet sind Impulskäufe, sehr niedrige Warenkörbe und alles, worüber niemand ein Gespräch führt. Für ausgeschlossene Branchen bleibt der unbezahlte Weg: dafür sorgen, dass ChatGPT die Marke in seinen Antworten selbst nennt.